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  | 23.06.2015

Edelsteine – die Schätze Afrikas

Edelsteine in Sambia – Entstehung und Geologie

Die panafrikanische Gebirgsbildung vor 600 – 500 Millionen Jahre ist für den ausserordentlichen Reichtum an Edelsteinen in Sambia und Ostafrika verantwortlich. An Land gab es weder Pflanzen noch Tiere. Durch die Kollision zweier Kontinente bildete sich der Mozambique Gürtel, eine Zone, die tektonisch und thermisch stark beanspruchte, metamorphe Gesteine enthält. In dieser Zone liegen die grössten und ältesten Edelsteinvorkommen Sambias und Ostafrikas.

Sambia Karte © Wikimedia  Geologische Karte Sambia © Zambia Mining

Links: Kartenausschnitt ©Wikimedia; Rechts: Geologische Karte © Zambia Mining

In Pegmatiten bildeten sich Minerale wie Aquamarin, Turmalin, Topas und Smaragde, die häufig in Edelsteinqualität vorliegen. Es sind Ganggesteine gefüllt mit Quarz, Feldspat und Glimmer. Diese Minerale können sehr gross werden; so sind meterlange Quarz- und Feldspatkristalle keine Seltenheit, sie haben jedoch meist keine schönen Kristallformen. Pegmatite entstehen aus den Restschmelzen und hydrothermalen Fluiden, einem Gemisch aus Wasser und Gasen, gegen Ende einer Intrusion in die Kruste oder während eines Gebirgsbildungsprozesses durch partieller Aufschmelzung des Gesteins. Der Sind Batholith, ein Intrusionskörper von gewaltigem Ausmass im Südosten Sambias, gilt als die Quelle der Restschmelzen aus denen die Pegmatite mit ihren Edelsteinschätzen entstanden.

Pegmatit Mine ©Lukusuzi River   Aquamarin aus Sambia Lukusuzi River

Links: ausgeräumter Pegmatitgang, © Lukusuziriver.com; Rechts: Aquamarinstufe aus Pegmatit, Sambia © Lukusuziriver.com

Während der langsamen Abkühlung einer Magma Intrusion in die Kruste, trennen sich entsprechend dem Druck- und Temperaturregim die auskristallisierenden Minerale vom zähflüssigen Magma.  So entsteht eine Restschmelze, die in der Endphase immer angereicherter an Wasser, Gasen und seltenen Elementen wie Lithium, Beryllium, Bor, Cäsium und Fluor ist. Kühlen sich schliesslich die Restschmelzen weiter ab, entmischen bzw. trennen sich die wässerigen Lösungen und sprengen als Folge ihres inneren Druckes das umliegende Gestein. In den dabei entstehenden Rissen und Spalten kristallisieren Quarz, Feldspat, Glimmer und seltene Minerale oder Edelsteine. Solche Ganggesteine nennt man Pegmatite und sie können oft 5 bis 10 Meter mächtig und bis zu hunter Meter lang werden. In kleineren Spaltensystemen im Nebengestein bilden sich vielfach Amethyst und Citrin. Sind die pegmatitischen Fluide mit Chromhaltigem Nebengestein in Kontakt gekommen, entstehen Smaragde.

Zambia Mining
Lukusuzi River – Zambian Minerals and Gemstones

Kommentare(2)

  1. Bitte mehr zu diesem Thema, es kratzt gerade ein wenig an der Oberfläche, scheint aber unheimlich interessant zu sein, auch mehr Fotos. Danke!

    1. Ich bitte noch um etwas Geduld! Weiter geht es im nächsten Beitrag. Es soll eine kleine Serie werden …. gespickt mit Fotos!
      Danke für den Wunschzettel!

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