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  | 25.10.2011

Markierung der Vermessungslinie

Heute starten die seismischen Messungen, die im Winter 2011/12 in den beiden potenziellen Standortgebieten Jura Ost und Nördlich Lägern durchgeführt werden. Bevor gemessen werden kann, muss aber erst die Vermessungslinie exakt festgelegt werden. Dazu sind Experten vor Ort unterwegs. So hat der Messtrupp vergangene Woche im Bereich Unterbözberg die zu messende Linie mit Holzstöckchen markiert. Alle sechs Meter wurde ein solcher Pflock in den Boden gesteckt. Das fällt auf – und lädt vielleicht sogar zum Sammeln ein.

Kurz nach Mittag klingelte bei der Nagra das Telefon. Eine aufgeregte Mutter meldete, dass ihr fünfjähriger Sohn auf dem Heimweg vom Chindsgi Stöckli eingesammelt habe. Fünf Stück habe er mit nach Hause gebracht. Die gut informierte Mutter hat das Material gleich mit den seismischen Messungen in Verbindung gebracht – und sie hatte Bedenken, dass ihr Sohn Ungemach angerichtet hat. Er war übrigens nicht der Einzige, der seinem Sammeltrieb Folge geleistet hat. Ausserdem hatte er ehrbare Absichten. Man könne mit den Stöckli vielleicht einheizen, habe er seinem Mami erklärt – es war gerade ein Kälteeinbruch.

Bei der Nagra und dem Messtrupp vor Ort hat das emsige Sammeln des Jungen vor allem für Schmunzeln gesorgt. «Natürlich darf er die Stöckchen behalten», sagte Andreas Milchrahm, der für die Festlegung der Messpunkte verantwortlich ist. Vom Verbrennen rät er allerdings ab – wegen des roten Anstrichs. Die Markierungsstöckchen würden immer mal wieder entfernt oder versetzt, aber nur selten so charmant, fügte er hinzu.

In Unterbözberg muss nun nochmals vermessen werden: «Aber das ist kein Problem, in dem Fall machen wir das sogar gerne», erklärt Andreas Milchrahm.

Vermessungs-Pflock
Vermessungs-Pflock (Foto: Nagra)

 

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